Förderverein Bergwildpark Meißner

Mehr Platz für Gäste im Bergwildpark

Wer im Frühjahr den Wildpark besucht hat, vermisste den vertrauten Anblick der großen Eiche am Waldwichtelhaus. Wegen einer Pilzerkrankung, die die Standfestigkeit beeinträchtigte, musste der Riese gefällt werden. Was tun mit dem freien Platz? Förderverein, Gemeinde und Pächter waren sich schnell einig, die Fläche für die Erweiterung des Sitzplatzangebotes zu nutzen. Aber neue Tische und Bänke einfach zu kaufen, dafür reichte das Budget nicht. Wie schon oft in solchen Situationen beschloss der Förderverein, hier tätig zu werden. Eine Arbeitsgruppe geschickter Handwerker investierte in den folgenden Wochen über 850 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Unter der Federführung von Lothar Kistner waren Edi Bauhan, Karl Humburg, Walter Klee, Horst Muschiol, Herbert Nickel, Klaus Oethel, Horst Rose, Bernhard Scheffler, Wolfgang Stricker, Helmut Vöcks, Elmar Wickenträger, Harald Zindel und Heinz Zindel tätig. Weitere Personen halfen mit, darunter auch im Ort wohnende Migranten. So wurden 31 stabile Tische und die dazu gehörenden 62 Bänke ihrer Bestimmung übergeben und links und rechts vor dem Waldwichtelhaus aufgestellt. Über 200 Gäste können bei schönem Wetter hier Platz nehmen, große Schirme bieten Schutz vor Sonne und Nieselregen. Dazu kommen weitere Sitzmöglichkeiten auf dem breiten Zugangsweg und dem Abenteuerspielplatz. Der Teil neben der Wildparkgaststätte ist durch einen niedrigen Zaun optisch abgegrenzt, um auch Wanderern, die den Park nicht besuchen möchten, eine Möglichkeit zur Einkehr zu bieten. „Jetzt sind wir für den Sommer bestens gerüstet“, freute sich Pächter Evangelos Panou. Er und Bürgermeister Friedhelm Junghans bedankten sich bei Harald Zindel, Vorsitzender des Fördervereins, für die tatkräftige Unterstützung. Anstelle der Eiche wurde eine Winterlinde gepflanzt. Es wird wohl noch einige Jahre vergehen, bis ihre Krone Schatten spenden kann, aber sie ist etwas ganz besonderes: der „Baum der Vereine“ wurde durch Spenden der ortsansässigen Vereine finanziert, wie auf einem Metallschild zu lesen ist. Die alte Baum wurde übrigens keineswegs zu Brennholz verarbeitet. Von Künstlerhand zu einer Lokomotive mit Anhänger umgestaltet, lädt sie auf dem Spielplatz Kinder zum „mitfahren“ ein. (KG)

Als 1970 der Wildpark entstand, gründete sich in Germerode gleichzeitig der Förderverein Wild- und Erholungspark. Die Männer und Frauen kümmern sich um den Ausbau, die Erhaltung und die Renovierung des Bergwildparks. Außerdem kümmern sie sich um Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Jährlich leisten sie so weit über 4000 freiwillige, unentgeltliche Arbeitsstunden.

 

Der Förderverein hat rund 50 Mitglieder aus allen Bevölkerungsschichten, darunter glücklicherweise viele Handwerker. Im Gegensatz zur Anfangszeit sind heute auch Frauen und Nicht-Germeröder Mitglied. Während der Saison treffen sich die Vereinsmitglieder 14-tägig, sonntags, von 8 bis 12 Uhr zum Arbeitseinsatz. Der achtköpfige Vorstand trifft sich darüberhinaus regelmäßig. Der Verein fordert aber nicht nur Arbeitseinsätze, auch Sommerfeste, Vereinsfahrten und die Weihnachtsfeier gehören regelmäßig zum Programm. Die Mitgliedschaft ist beitragsfrei, in der Regel an die Ableistung von Arbeitsstunden gebunden. Durch eine Satzungsänderung in 2009 wurden auch reine Fördermitgliedschaften möglich.

Förderverein

 Ihr Ansprechpartner: 1. Vorsitzender Harald Zindel, 37290 Meißner, Tel. 05657 1033.